Da ich für den FHWE momentan etwas Geschichte aufarbeite, folgendes Anliegen:
Den letzten Zug der DB AG nach und von Schönheide Süd zog 202 786. Die Hinfahrt erfolgte wegen des vielen Schnees mit dem Falkensteiner Klima-Schneepflug, die Rückfahrt mit leeren Gleisjochwagen sowie einem schmalspurigen Gepäckwagen der Museumsbahn Schönheide. Der Schneepflug bildete sodann den Schluß des schönen Zuges.
Zwischen Hammerbrücke und Tannenbergsthal. Foto: Holger Drosdeck
Verladung des Packwagens in Schönheide Süd. Foto: Holger Drosdeck
Der letzte DB-Zug in Richtung Muldenberg, hier in Rautenkranz. Foto: Holger Drosdeck
Jetzt die Frage: Wann fand diese Fahrt statt? Der jugendliche Fotograf hatte sich damals leider kein Datum notiert. Fest steht: Es war etwa Dezember 1995 oder Jan./Feb. 1996.
Weiterhin interessiert uns noch, wann genau 1997 die CA im Rahmen des ESTW-Umbaus in Muldenberg vom Netz getrennt wurde und ob es stimmt, das die CA eigentlich am Netz bleiben sollte - bis jemand ein Fahrraddraisinenprojekt ins Gespräch brachte. Die angeblich schon wieder eingebaute Weiche soll dann vor dem ersten Stopfgang wieder ausgebaut worden sein.
Kann sich hier jemand an die genauen Datumsangaben erinnern, oder war vielleicht sogar dabei?
Hallo. Die Fahrt fand definitiv im Dezember statt. Da es die letzte DB Bedienung war gehe ich davon aus das es noch vor dem Fahrplanwechsel 95/96 stattfand. Der neue Fahrplan müsste am 17.12.95 in kraft getreten sein. Also sollte die Bedienung spätestens am Freitag 15.12. erfolgt sein. Ich habe gerade einen Koffer voller Bilder aus diesem Jahr bekommen und versuche den Haufen zu scannen bzw zu sortieren. Die Aufnahmen von dieser Aktion wurden laut aufgedruckten Stempel von der Entwicklung im Dezember gemacht. Bilder demnächst mal ...
das wäre wirklich toll, wenn das mal noch raus zu bekommen wäre, wann genau diese letzte V 100-Fahrt nach Schönheide Süd mit 202 786 war. In der Tat habe ich mir damals kein Datum notiert. Obwohl ich mir eigentlich immer die Aufnahmedaten notierte - in diesem Fall aber nicht.
Das hatte auch den Hintergrund, dass ich damals 18 Jahre alt und 1995/96 Zivi war und kaum Geld hatte. Das Geld reichte kaum für den Sprit und die Kfz-Unterhaltung, um zu den Fotostellen zu gelangen...
Ich ließ aufgrund von Finanzmangel den betreffenden Farbnegativfilm erst mal nur ohne Abzüge entwickeln, wozu es damals einen kostenlosen Anbieter gab. Abzüge ließ ich davon erst später machen, und selbst da erst mal nur diese ganz kleinen, nach der Wende eigentlich längst unüblichen, aber auf Nachfrage bis in die 2000er Jahre hinein dennoch noch bestellbaren 7x10cm-Abzüge, weil diese billiger waren als 9x13 oder 10x15... aber so tragen diese 7x10-Abzüge halt ein aufgedrucktes Datum vom Frühjahr 1996. Gedanken um das Aufnahmedatum machte ich mir erst ab 2002 im Zuge der Erarbeitung des ersten Aue-Adorf-Buches wieder. Doch da war nix mehr an Notizen aufzufinden und das Abzug-Datum war unrelevant. Und niemand anderes der damaligen Zeitgenossen hatten mehr eine Erinnerung, ob es Ende 95 oder Anfang 96 war.
@ Mirko: Mir ist bisher nicht geläufig, dass an jenem Tage noch jemand anderes als ich davon Bilder gemacht hat. Wenn Du welche hast, bitte mail sie mir doch mal.
(Dein Geyer-Bild ist übrigens drinnen in der Nachauflage der Broschüre Thum-1, die ist auch schon gedruckt, zurzeit in der Buchbinderei. Danke nochmals dafür!)
@ Mike: Was ist DAS denn? Die Weiche in Muldenberg 1997 schon wieder mit ein- und dann wieder ausgebaut? Das habe ich noch nie gehört. Woher stammt diese Information? Wenn DAS stimmt, dann müsste der ehemalige Landrat des Vogtlandkreises 1990 - 2015 Dr. Tassilo Lenk persönlich an der Abbindung von Schönheide Ost - Muldenberg schuld sein. Denn konkret er persönlich war damals der Initiator und Vorantreiber des Fahrraddraisinenprojektes Schönheide - Muldenberg. Mir ist das aber erst von 1999 bekannt, nachdem die Strecke bereits seit zwei Jahren angebunden war. Wenn das stimmt, dass er die Anbindung der Strecke hingegen erst absichtlich initiiert hatte, um ein Fahrraddraisinenprojekt aufziehen zu können, dann wäre das für mich ein völlig neuer Sachstand und der politische Verbrechensgrad einer solchen Vorgehensweise käme dann ja gleich kurz hinter Niemand hat vor eine Mauer zu errichten.
Sicherlich der Kenner der örtlichen Verhältnisse und Zusammenhänge, nur leider können wir ihn nicht mehr dazu befragen. Vielleicht lässt sich über seinen materiellen Nachlass an Unterlagen, ggf. über seine Frau, hierzu etwas ermitteln, wenn dies nicht schon geschehen ist.