das Wetter zeigte sich die letzten Wochen doch ab und zu von seiner guten Seite und brachte Anfang September doch noch einige Sonnenstrahlen an den Schienenstrang. Noch zwei Wochenenden läuft die Saison des Cyklovlak Ohre, der wie die Jahre zuvor, auch dieses Jahr mit 242 bespannt ist. An seiner Auslastung hat sich aber nichts geändert, zu 90% fährt CD hier heiße Luft umher. Zuerst war 242 246 am Zug aktiv, welche dank ihres Najbrt Designes zwar nicht bei allen Fotografen Anklang fand, aber für mich doch eine nette Abwechslung bot. Seit Ende August kam man wieder zu alt bekanntem zurück: 242 213 (leider). Das ganze Jahr 2024 fuhr sie diesen Zug und so auch nun. Die Suche nach neuen Motiven gestaltet sich schwer für mich, es ist bereits sehr vieles abgearbeitet! Egal ob alt oder neu, was will man in drei Jahren der gleichen Zeitlage noch anstellen?
Fündig wurde ich nochmal im Raum Karlsbad, genauergesagt zwischen Karlovy Vary Dvory und Karlovy Vary. Der Abzweig Sedlec leitet den Zugverkehr auf der hier abgehenden Strecke Richtung Nova Role. Durch die Dammsanierung vom Abzweig Sedlec bis Karlovy Vary befährt der Zug dort das Gegengleis. Bereits wieder auf dem richtigen Gleis ist die Maschine hier kurz vor Karlovy Vary Dvory unterwegs. Die Signale im Hintergrund gehören bereits zum Abzweig Sedlec:
Ein kurzer Ritt auf der Autobahn mit etwas Druck auf dem Gaspedeal und schon landet man in Trsnice an der "neuen" Brücke, welche ab Sommer 2026 auch bereits 10 Jahre steht. Hier legt der Zug vor seinem Ziel Cheb nochmal einen letzten Halt an, bevor es die letzten Kilometer bergauf geht:
Mit etwas Abstand folgte noch CDC 363 244 mit einem kurzen, aber wunderschönen Mischer aus Most nach Plzen. Bis auf den letzten Wagen ist dies leider nur Fracht fürs Landesinnere, ein Sinnbild des stark zurückgehenden EV´s in CZ:
Überrascht wurden ich und Kollege Valera, den ich hier traf, von einem einzelnen 810. Dieser sollte über die Verbindungsbahn Frantiskovy Lazne - Trsnice hinauf nach Vojtanov fahren. Bis dahin liegt er eher schlecht im Licht, weswegen auf der Verbindungsbahn eher ein Nachschuss den Hauptschuss bildete:
Zurück aus Vojtanov kam er einige Zeit später und passiert hier die Heizleitungsbrücke zwischen Frantiskovy Lazne Seniky und Frantiskovy Lazne. Grund der Fahrt war wohl eine Werkstatt-Probefahrt:
Letzten Samstag hatte Hr.Menzel in Dorfkamms (Dorfchemnitz) zu einem Ausflug in die goldene Stadt eingeladen. Über die Grenze sollte es in Bad Brambach gehen. Im Gegensatz zu den vorherigen Reisen wollte man diesmal zeitiger unterwegs sein. Am frühen Morgen war Bad Brambach noch unter blauem Himmel dagelegen, aber einige Stunden später schaffte es der böhmische Nebel dann den Berg hinauf. Dank eines Hinweises fuhr ich nicht in diesen hinein, sondern blieb im Sonnenloch südlich von Raun. Welche Möglichkeit bietet sich noch? Einzig Bad Elster fiel mir spontan ein. Es dauerte auch nicht lange, ehe die 12KVD Klänge langsam das Tal aus Adorf hinauf schallten. Die Umgebung des Bahnhofes Bad Elster sowie Bad Brambach sind leider zweier Kurstädte nicht im Geringsten würdig. Im benachbarten Frantiskovy Lazne wird ds Gebäude mit viel Geld momentan renoviert und bleibt somit erhalten. Aber auch in CZ stößt dies nicht immer auf Verständnis: viel Geld für ein auch dort fast leeres Gebäude:
In Bad Brambach war dann dicke Suppe und sehr wenig Zeit. Nichtmal richtig aus dem Auto heraus schaffte man es. Aber ein "Notbild" der Fußgängerschranke konnte gemacht werden:
Zur Lotsenaufnahme waren einige Minuten Zeit eingeplant. Am Posten 50 ging es diesmal auf die andere Seite, somit bei Sonnenschein "Schattenseite". Die moderne BÜ-Anlage lies sich nicht ganz hinter den Häusern verstecken, da ein aufgebautes Zelt meinen Standpunkt nach rechts beschränkte. Die Besitzer, ein älteres Ehepaar aus Berlin, liesen mich gewähren. Dennoch bliebt es Privatgrund. Vor einigen Jahren schnitt ich hier mit einem Kollegen das Motiv einmal zu ca. 80% wieder frei, das war 2017. Die Zeit vergeht und immer weniger interessante Züge fahren. Zukünftig wird man sich solche Einsätze einfach sparen können:
Südlich Vojtanov wurde der Nebel dicker und der Verkehr hielt sich auf der Straße sehr in Grenzen. Da ich parallel zum Zug nach Frantiskovy Lazne hinunter fuhr, konnte ich so mal kurz auf der Hauptstraße anhalten. 118 757 rollt hier den Berg hinunter, wo auch die Hauptstraße hinführt:
Ein letztes Bild gelang noch vor der Zugkreuzung in Frantiskovy Lazne am Esig. Die gelben Tafeln, welche an der Rückseite der Signale angebracht sind, bedeuten für ausfahrende Züge das Ende des Bahnhofes. Dies wurde im Jahr 2021 eingeführt, da es bei Unfallauswertungen in CZ zu immer mehr Unfällen mit Geschwindigkeitsüberschreitungen kam. Lokführer wussten wohl z.T nicht, wo sie waren bzw wann der Bahnhof zuende war mangels Streckenkenntnis. Dem wurde so entgegengewirkt:
Das Egertalviadukt ist von der Vormittagsseite seitlich nur schwer umsetzbar. Einfach zuviel Bewuchs, Gebäude o.ä. Einen einigermaßen freien Blick hat man nur von der Straße nach Trsnice aus, welche unter dem Viadukt hindurch das Stadtgebiet von Cheb verlässt. Kurz vor dem Ziel für 118 757 gelang noch ein Bild mit Brücke. In Cheb wurde der Zug auf 362 053 umgespannt. Sie sollte den Zug weiter bis nach Prag bringen:
Ein letztes Bild aktuell von heute vormittag. Der Heimweg führte wieder über Cheb und wenn man nur 15min warten muss statt unbestimmt, ist das ein toller Vorteil. Erneut war 242 213 am Fahrradzug aktiv und ist hier zwischen Trsnice und Cheb auf den letzten Metern unterwegs. Die tschechischen EL-Signale kündigen eine Schutzstrecke für einen neuen Einspeisebezirk an. Das dazugehörige E-Werk ist gleich an der Straße:
Da kann ich passend zu dem Nebelbild von Bad Brambach noch meines vom Haltepunkt Plena hinzufügen. Als ich früh hinfuhr, um mal die Lage dort anzuschauen, war dort sogar noch Sonne. Aber ich wollte eh noch den "Cyklo Ohre" abpassen. Den ich dann aber aufgrund des Nebels auch lieber im Bahnhof Trsnice aufsuchte.
Wenigstens da auch die Altlack 242 213 am Haken.
Danach ging es dann wieder gen Plensa, den der Sonderzug aus Olbernau war ja schon fast bei Adorf.
Es dauerte auch nicht lange, nach dem die Vogtlandbahn auf dem Weg gen Franzensbad den Haltepunkt passiert hatte, bis dann der Sonderzug zuhören war. Nur zu sehen war er dann erst kurz vor knapp. So konnte man schon ein herbstliches Bild Anfang September einfangen.