das Wetter in den letzten Tagen präsentierte sich durchweg schön und sonnig, aber z.T auch noch frostig kalt. Ideale Voraussetzungen für den Winter also. Leider hatte das Tauwetter die Tage vorher bereits ordentlich Schnee schmelzen lassen. Doch viele Stellen hatten immer noch genug Schnee abbekommen und dieser war noch nicht getaut. Für eine Tour rund um Cheb, welche mit einigen 242 Leistungen begann, begaben wir uns am Nachmittag ans Egertalviadukt. Die neuen Railjet Garnituren von CD gefallen mir äußerst gut und auch in Punkto Design hatte man bei den neuen 384er (geänderte Übersetzung für Vmax 230km/h) etwas einfallen lassen. 384 004 war uns bei Kynzvart begegnet, allerdings am Schluss. Gegen 14:30 kam sie aus Frantiskovy Lazne zurück und überquert hier kurz vor dem Bahnhof Cheb das bekannte Bauwerk:
Eigentlich sollte es das bereits gewesen sein, eine Tour gen Süden hatte die Nebelkante bei Kynzvart bereits erfolgreich verhindert. In Trsnice ein kurzer Halt, eine 363 mit Güterzug kam noch für ein letztes Bild in Frage. Kurz darauf wurde "doppelfrei" in Trsnice gen Osten, 1x für den Sp nach Karlovy Vary und dann nochmal für den Os nach Luby u Chebu. So auf dem Bahnsteig stehend, dachten wir uns, jetzt ein 810 nach Luby statt eines 844 oder 814, das wäre es doch bei diesem Wetter. Und was kam wenige Minuten später tatsächlich um die Ecke von Cheb herangedieselt? 810 566! Ohje! Jetzt aber ganz schnell weg hier! Fix zum Auto, hinunter zur Schranke, welche natürlich bereits geschlossen war. Erst bei Vonsov/Fonsau gelang eine erste Seitenaufnahme:
Der Halt in Skalna/Wildstein brachte wieder Vorsprung, welche am Ortsrand erneut ausgenutzt werden konnte:
Der späte Nachmittag lässt nur noch wenig Möglichkeiten für ein Bild nach Luby zu und vor Velky Luh/Groß-Loh entfernt sich die Strecke von der Straße. Erst kurz vor Novy Kostel/Neukirchen gelang ein Bild in die Ferne. Langsam nähert sich der Triebwagen dem Haltepunkt an:
Am Haltepunkt angekommen, war der Zug bereits weg gen Luby/Schönbach oder wie im Oberen Vogtland gesagt wird: "Schemmbich". Bereits wenige Minuten verspätet, wurde die fünf Minuten Wende in Luby quasi gleich zur neuen Abfahrtszeit. Wir waren in Novy Kostel geblieben, wo der Haltepunkt erneut ohne Fahrgastwechsel durchfahren wurde:
Erneut gelang uns hinter Skalna eine weitere Aufnahme. Der Schnee lies gen Süden immer mehr nach, aber hohe gefrorene Schneewehen sorgten immer noch für einen gewissen "Wintertouch":
Motivlicher Abschluss bildete der Kirchenblick von Treben/Trebendorf, welcher mit blauer Büchse mir bisher noch verwehrt blieb:
Wenige Minuten später versank die Sonne im restlichen "Himmelsmulm" der abklingenden Tages. Kurz tanken an der Ono und dann heim.
...so begann ein bekanntes Volkslied der Sudetendeutschen. Doch trotz Vertreibung ab 1946 inklusive vieler Jahrzehnte des Schmerzes, haben die Menschen von damals und auch ihre Nachfahren die Heimat nie vergessen. Umso größer wirkt da die Geste, den jährlich stattfindenden "Sudetendeutschen Tag" in Brno ausrichten zu dürfen. Erstmals in der Geschichte! Tiefe Wunden sitzen überall, genauso wie ewig gestrige in den Parlamenten, welche sich um Wählerstimmen fürchten und deshalb dagegen demonstrieren. Es war ein guter Monat Mai für das deutsch/tschechische Verhältnis. Dies pflegte ich auch am letzten Sonntag wieder, als ein Tagesumlauf zwichen Cheb und Luby mit 810 besetzt wurde. Gegen Mittag schlug ich vor Ort auf und das erste Ziel sollte Trsnice sein. Zu jener Zeit ist es lichttechnisch schwierig, einen Zug nach Luby zu fotografieren. Ich entschied mich für ein Seitenbild des 810 548 vor Treben. Der Blick geht hinüber über die Felder nach Lesinka/Harlas, wo ein großer Landwirtschaftsbetrieb ansässig ist:
Zurück kam jener Triebwagen nach einer kurzen Wende in Luby, der Stadtblick bot erneut nach dem Einsatz des Rasenmähers vom Friedhof aus eine tolle Kulisse:
Kurz vor Skalna/Wildstein dann ein neuer Versuch, der größte Zwischenbahnhof ist gleich erreicht:
Zurück kam der Triebwagen diesmal etwas schneller als gedacht, denn ein Takt wendet ca. 20min schneller in Cheb als alle anderen. Das hatte ich garnicht mehr auf dem Schirm! In Vonsov/Fonsau geht es ohne Fahrgastwechsel weiter nach Luby:
Schlussendlich dann noch vor Luby ein letztes Bild. Es hatte sich eingetrübt gegen Nachmittag, Schmierseife am Himmel! Trotzdessen, was für ein Bild oberhalb von Luby! Bis hinunter nach Novy Kostel/Neukirchen geht der Blick! Das war wahrlich ein toller Schlusspunkt!:
Zufrieden ging es in die nächste Kneipe und dann auch wieder heim.