Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts hab ich mal eine Gleisverwerfung nach Hitzeeinwirkung gesehen. Zwischen Zittau und Ebersbach waren tagsüber bei grosser Hitze Gleise ausgewechselt und neu verschottert worden. Zum Abend hatte der Bahnmeister das Gleis wieder freigegeben, die Schienentemperatur lag im Grenzbereich, aber der Schotter war wohl nicht ausreichend verdichtet, so dass er die erheblichen Spannungen nicht aufnehmen konnte. So gegen 20 Uhr bei der Fahrt eines Eilzuges (sowas gab es damals noch) von Zittau nach Dresden hat es unter dem letzten Wagen eine Gleisverwerfung gegeben. Der Wagen hat im Schlingerkurs die Verwerfung durchfahren und ist nicht entgleist. Die zulässige Streckengeschwindigkeit war wohl damals auch nicht allzu hoch. Die Reisenden erlitten einen mächtigen Schreck, Insbesondere einer, der im letzten Wagen zu dieser Zeit die Toilette benutzte.