Demnächst steht u.a. die Weichenerneuerung in Barthmühle an. Das ist die BE Fläche. Es wird aber auch der gesamte Gleiskörper vom Bahnübergang bis zur Elstertalbrücke erneuert, inklusive Stützwand zur Elster
Mal ein paar Bilder zur "Großbaustelle" Barthmühle, da wird dann auch klar, warum erstmal kein Zug Fährt. Man hat einige Baumaßnahmen zeitlich zusammengeführt. (Bahnsteigneubau; Auflassung/Erneuerung Durchlass bzw. ehem. Pers.Tunnel; Gleisneubau; Weichenerneuerung,..)
Nun geht es ja in Wirklichkeit hier darum, einen völlig neuen Anbieter für Stellwerke in Deutschland zu etablieren (vormals Ansaldo STS, derzeit unter Mermec firmierend), so daß Verzögerungen nicht so ganz überraschend sind. Allerdings finde ich es angesichts der Tatsache, daß InfraGO neuerdings dem Gemeinwohl dient und die Finanzierung mit Bundes-/Steuermitteln erfolgt, etwas schade, daß man öffentlich kaum etwas erfährt.
Zum Vergleich: Das deutsche Siemens DSTW Pilotprojekt, welches inzwischen von Warnemünde (einschließlich) bis Rostock-Bramow (einschließlich) reicht, läuft seit vielen Jahren problemlos und ging in allen bisherigen Etappen ohne wesentliche Verzögerung in Betrieb. Allerdings steckt dort - trotz der neuartigen Ansteuerung der Feldelemente über IP-Netzwerktechnik - letztlich trotzdem ein etabliertes SIMIS D Stellwerk dahinter. Und der für DSTW neue Bereich der sicherheitsrelevanten IP-Netzwerktechnik dürfte für Siemens ebenfalls kein Neuland sein, denn man ist damit ja auch seit langem im Bereich der Chemie-Industrie und der Verfahrenstechnik unterwegs, und es gab das Vorprojekt Annaberg-Buchholz.
Moin Das mit dem Dstw is eh so ne Sache, angeblich (laut Strecken.info) sollen parallel zu den Arbeiten in Barthmüle auch Arbeiten am SLP stattfinden (Frage in die Runde: Was außer die nicht aufgestellten Signale wieder wegzuräumen is bisher passiert) leider hat die DB auch den Zugang zu zusätzlichen Informationen zu Bauarbeiten gesperrt... als das noch möglich war war bei den Arbeiten an der LS Technik die ab Mitte November stattfinden mal was von einer "[...] Inbetriebnahme DST..."(und dann endete die Meldung) zu lesen. Naja.. Parallel sind übrigens in Plauen am Bahnübergang zwischen Barthmüle und Plauen Chrieschwitz auch an der Wand der Einschnittes gearbeitet worden und derzeit finden arbeiten in Greiz-Dölau statt (laut besagter Website Weichenarbeiten) Auch wenn ich die Romantik (gerade als Elsterberger) natürlich zu Wertschätzen weiß, gerade wenn man mal in ner Stellwerksstörung sitzt die dann doch ab und zu auftreten oder man seinen Anschluss verpasst weil der Fdl Berga grade auf Klo war und somit die Abfahrt in Greiz nicht erfolgen konnte (man verzeihe die Anekdote) bin ich irgendwie auch froh wenn die Arbeiten durch sind und das Ding (hoffentlich reibungslos) läuft.
Zitat von Joplo918 im Beitrag #13 Das mit dem Dstw is eh so ne Sache … Frage in die Runde: Was außer die nicht aufgestellten Signale wieder wegzuräumen is bisher passiert?
Leider gab es hier im Forum bisher nur vage Andeutungen dazu. Ich denke, diejenigen, die etwas wissen, dürfen nichts schreiben … Fakt ist öffentlich nur, wie oben im Thread schon geschrieben, daß das DSTW Projekt stark in Verzug ist:
Selbst noch spätere Termine als Dezember 2027 wurden bereits kolportiert.
Ich denke schon, daß ursprünglich geplant war, während der langen Vollsperrung die aktuell laufenden Arbeiten in Barthmühle parallel zu den ohnehin geplanten Stellwerksarbeiten entlang der Strecke durchzuführen. Da das nun offensichtlich aber nicht klappte, befürchte ich weitere separate Vollsperrungen in den nächsten Jahren, die notwendig sein werden. Bezüglich der Fahrgastzahlen ist dadurch zu befürchten, daß das der Elstertalbahn gar nicht gut tut, nachdem zuletzt gefühlt ein leichter Aufschwung der Nachfrage zu spüren gewesen war. Das macht man dadurch natürlich alles wieder zunichte.
Es fahren schon alle wieder durch obwohl noch gesperrt ist. Die Schrankenanlage wurde aber nicht erneuert. Ich dachte es sollte alles auf die Breite der neuen Brücke angepasst werden?
Ich finde viel schlimmer sind die eingekürzten Bahnsteige. Irgendwie wird man nicht schlauer oder macht einfach stur nach Planungsvorschrift weiter. Der Halt eines längeren Reisezuges an der Bahnsteigkante wird hier weiter eingeschränkt.
Servus, ab dem 11.12.2025 sollen ja endlich wieder Züge zwischen Gera und Weischlitz verkehren, Grund dafür, für die Sperrung, waren Arbeiten an der Leit und Sicherungstechnik. Deswegen wollte ich mal in die Runde fragen wo, ob und was die gebaut bzw. erneuert haben.
Zitat von Joel im Beitrag #18Grund dafür, für die Sperrung, waren Arbeiten an der Leit und Sicherungstechnik. Deswegen wollte ich mal in die Runde fragen wo, ob und was die gebaut bzw. erneuert haben.
LG Joel😁
Dazu hatte ich ja oben schon eine Vermutung geäußert, welcher bisher niemand widersprochen hat:
Sollte diese Vermutung korrekt sein, dann wäre die kurze Antwort auf Deine Frage: Im LST-Bereich nichts. Außer daß natürlich nach so einem großen Umbau, wie dem in Barthmühle gezeigten, die zuvor abgebaute gleisnahe Ausrüstung wieder installiert werden musste. Aber das war ja nicht Deine Frage, denke ich, sondern Du meinest ja sicher die Umstellung auf DSTW.
Es wurden unter anderem Kabeltröge entlang der freien Strecke gesetzt. Ebenso wurde in Barhtmühle ein Rü vorbereitet, welche für das "Schrottläuferprogramm" vorgesehen ist. Deshalb auch die Einkürzung/Verlegung des Bahnsteigs weiter in Richtung Gera.
Als Kind in den 2010er Jahren verbrachte ich viel Zeit an der Barthmühle. Für mich war es dort immer idyllisch: Die Natur um die Bahnstrecke von Lochbauer bis Rentzschmühle war wunderschön. Die Bahnstrecke rund um Barthmühle hatte einfach Charme – die alten Signale, die schönen Weichenlaternen und der alte Zustand des Bahnhofes und der Gleisanlagen waren faszinierend. Leider ist das nun Geschichte. Einerseits ist es großartig, dass die Strecke modernisiert wird und der Verkehr so noch viele Jahre fortbestehen kann. Andererseits ist für mich persönlich ein Stück Eisenbahngeschichte verloren gegangen.
Die Umsetzung der Modernisierung ist wirklich tadellos. Sie ist modern und entspricht den heutigen Ansprüchen.
Zu hoffen ist nur, dass der ursprüngliche Wanderweg, der von Bahnsteig 2 (über die Straße) nach Jocketa führt, wiederhergestellt wird. Als ich vor ein paar Tagen vor Ort war, sah ich, dass mindestens zwei Drittel der Gabionen abgebaut und nicht mehr verwendbar beschädigt auf dem Materialplatz gegenüber des Wandererparkplatzes lagen. So, wie auf dem letzen Bild sieht es leider nicht mehr aus. Informationen konnte ich bisher nicht finden. Außerdem ist auch nicht mehr viel Platz nach der Hangbefestigung, um dort überhaupt noch einen benutzbaren Wanderweg zu gestalten. Für Anwohner, die auf den Weg angewiesen waren, um vom Bahnhof nach Jocketa oder umgekehrt zu kommen, wäre es natürlich ein großer Verlust, aber natürlich auch für alle Wanderer.