Laut einer Meldung des Mitteldeutschen Rundfunks fordert das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen anstehender Finanzbeihilfen, daß die HSB unter anderem die Machbarkeit einer Elektrifizierung untersuchen lässt, um künftig den Betriebsaufwand zu senken:
Ich nehme an, daß es dabei insbesondere um die stark nachgefragte Strecke von Wernigerode zum Brocken geht. Ganz neu ist eine solche Diskussion ja nicht, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Denkbar wäre z.B. ein ähnliches Konzept, wie es für die Bernina-Strecke der Rhätischen Bahn demnächst geplant ist, also elektrische „Halbtriebwagen“, die zu Zeiten größerer Nachfrage um die notwendige Anzahl zusätzlicher Mittelwagen je nach Bedarf verstärkt werden:
Das wäre von der Optik her dann quasi die „Capricornisierung“ des Harzes. Ob das bei allen Reisenden im Harz so gut ankäme, sei jedoch mal dahingestellt. Es gibt sicher bereits Umfragen, wie viele der Touristen einfach nur schnell und modern auf den Brocken wollen, und wieviele nur extra deswegen dorthin kommen und mitfahren, weil sie auch das „Dampf-Erlebnis“ und die historischen Fahrzeuge haben wollen?
Sollte eine Umstellung auf elektrischen Betrieb ernsthaft untersucht werden, dann wird man heutzutage sicher auch die Machbarkeit mit Akku-Triebköpfen prüfen. Angesichts der begrenzten Streckenlänge ist das möglicherweise trotz der großen Steigung und trotz reduziertem Fahrzeug-Profil/reduzierter Achslast machbar, z.B. wenn man eine Art Akkuwagen vorsieht. Allerdings bliebe die Grundfrage dennoch genau die gleiche wie oben genannt.