Mitte Mai ging es mal wieder nach Slowenien. 10 Tage Urlaub zwischen Bergen und Meer stand auf dem Programm. Neben Mittelmeer Flair, Julischen Alpen und Karstlandschaft entstanden auch paar Bahnbilder. Da unsere Ferienwohnung in der Nähe von Postojna (Adelsberg) lag war der Bahnhof der Stadt natürlich regelmäßig ein Anlaufpunkt. Die Stadt liegt an der 1857 fertig gestellten Eisenbahnverbindung Wien-Marburg-Laibach-Triest, mit der von Wien aus erstmals ein direkter Zugang der Donaumonarchie zur Adria bestand. Die Linie bildet auch heute noch die kürzesten Verbindung von Österreich, Ungarn sowie Slowenien und teilen Kroatiens zu den Seehäfen Triest und Koper am Mittelmeer. Der Güterverkehr spielt die Hauptrolle der Relation. Unzählige im Blockabstand fahrende Güterzüge teilen sich die Trasse mit Regionalem Personennahverkehr. Überregionaler Personen Fernverkehr spielt hingegen eine verschwindend kleine Rolle. Vor dem imposanten Empfangsgebäude steht FS 740.121 eine italienische Dampflokomotive (Achsfolge 1'D) welche an die italienische Zeit der Gegend 1918 bis 1945 erinnert.
Etwas südlicher liegt Divača. Der Ort ist ein Eisenbahnknotenpunkt. Hier mündet die Bahnstrecke Divača–Pula in die Bahnstrecke Spielfeld-Straß–Trieste, die alte österreichische Südbahn. Auch hier steht eine Dampflokomotive als Denkmal. Dabei handelt es sich um JŽ 28-006 (ehemals kkStB 80).
Ebenfalls in Divača konnte ich zwei Klassiker der Slowenischen Eisenbahn bildlich festhalten. 363-015 und 363-005 welche eng mit den CC 6500 der französischen Staatsbahn verwandt sind bilden noch heute einen wichtige Rolle im Güterverkehr.
Die SŽ-Baureihe 363 sind slowenische elektrische Lokomotiven für den Betrieb unter 3 kV Gleichspannung, die mit derselben Reihenbezeichnung an die jugoslawischen Staatsbahnen geliefert wurden. Von den ursprünglich 39 Maschinen sind 38 noch immer im Betrieb.
Nun ein Blick in das Eisenbahnmuseum Ljubljana. Das Museum liegt nahe dem ehemaligen Bahnhof Ljubljana-Šiška und ist das nationale Eisenbahnmuseum Sloweniens.
Das Museum besitzt etwa 60 Dampflokomotiven und 50 andere Schienenfahrzeuge, nur ein Teil kann ausgestellt werden, die übrigen stehen unzugänglich im Depot.
Die älteste Lokomotive im Besitz des Museums ist die frühere Südbahn-Lokomotive Nr. 718 der Baureihe 29 welche 1861 gebaut wurde. Die kleinste ist Lok K3 ex „Gonobitz“ Baujahr 1892 für die schmalspurige Lokalbahn Pöltschach–Gonobitz (Poljčane–Slovenske Konjice–Zreče).
So das War`s erst mal. In kürze gehts mit der kleinen Reise durch die Bahnwelt Sloweniens weiter.
Auch wenn es nun schon bissel her ist hier nun der zweite Teil vom Slowenien Urlaub 2026. Nova Gorica im Westen Sloweniens, nördlich von Triest und unmittelbar an der italienischen Grenze. Chemnitz war zusammen mit der slowenisch-italienischen Doppelstadt Nova Gorica/Gorizia die europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2025. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem auch der Bahnhof samt Umfeld saniert und renoviert. Vor dem Empfangsgebäude steht JŽ 118-005, Hergestellt von der Officine Meccaniche e Navali Napoli im Jahre 1922. Die als JŽ 118-005 bezeichnete und als Denkmal in Nova Gorica aufgestellte ex FS 940.015 wurde erst 1983 von der Ferrovie dello Stato Italiane (FS) an Jugoslawien abgegeben.
Das Empfangsgebäude von Nova Gorica an der Eisenbahnstrecke Jesenice – Triest, auch Wocheiner Bahn genannt. Sie führt von Jesenice am südlichen Ende des Karawankentunnels über die Julischen Alpen und Nova Gorica nach Triest. Sie wurde vom kaiserlichen Österreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Teil eines großen Eisenbahninfrastrukturprojektes zur Verbindung Westösterreichs und Süddeutschlands mit dem Hafen von Triest erbaut.
Blick auf das ehemalige Bahnbetriebswerk von Nova Gorica. Das l Rundhaus beherbergt heute einem Möbel Discounter. Vielleicht nicht die optimalste Lösung aber immerhin bleibt die Erinnerung und Bedeutung der Eisenbahn somit teilweise erhalten.
Triest eine in Norditalien gelegene Hafen und Großstadt mit knapp 200 000 Einwohnern. Blick auf die Piazza dell’Unità d’Italia (Platz der Einheit Italiens).
Church of Sant'Antonio Nuovo am ende des Canal Grande di Trieste. Die Kirche wurde am 1849 geweiht. Die Fassade dieser imposanten Kirche zeichnet sich durch sechs ionischen Säulen aus, die auf den ersten Blick an das römische Pantheon erinnern.
Weiter nach Sežana. Die Stadt liegt zwischen Hügeln der Karstregion oberhalb von Triest an der Bahnstrecke Spielfeld-Straß–Triest. Hier wartete 312-019 auf neue Aufgaben.
Blick auf Štanjel (St. Daniel im Karst) eine Ortschaft in der Gemeinde Komen im Westen von Slowenien.
Karst Landschaft im Westen Sloweniens oberhalb der Triester Bucht. Es handelt sich um die nördliche Spitze des Dinarischen Gebirge (auch als Dinarische Alpen) bezeichnet. Sie erstrecken sich über 600 Kilometer entlang des Ostufers der Adria.
312-126 unterwegs als R 2606 hat von Ljubljana kommend sein Ziel Sežana erreicht. Die Fahrzeuge der SŽ-Baureihe 312 sind elektrische Triebzüge der Slowenischen Staatsbahn (SŽ) für den Regionalverkehr. Sie entsprechen dem Fahrzeugkonzept Desiro Classic von Siemens Mobility
Direkt vor dem Bahnhofsgebäude von Koper steht die Dampflokomotive U.37. Sie ist ein Relikt der legendären Parenzaner Bahn, einer Schmalspurbahn, die einst Triest mit Parenzo verband. Die Lokalbahn Triest–Parenzo war eine von 1902 bis 1935 betriebene, in 760 mm Spurweite ausgeführte Schmalspurbahn im heutigen Italien, Slowenien und Kroatien.Für diese Lokalbahn beschaffte die kkStB 1902 vier Lokomotiven der Reihe U. Nach dem ersten Weltkrieg viel die Strecke der Italienische Staatsbahn FS zu welche sie schließlich 1935 einstellte. Nach 1945 wurde im nun jugoslawischen Koper die ehemalige U.37 als Denkmallokomotive aufgestellt, die Lokomotive wurde im Jahre 1908 von der Wiener Neustädter Lokomotiven Fabrik gebaut (Snr. 4867) und ist eine Original-Lokomotive der Parenzaner Bahn.
Koper wird auch als Stadt der tausend Sonnen bezeichnet. Das charmante und dynamische Städtchen liegt unweit der italienischen Grenze. Es ist die sechstgrößte Stadt Sloweniens und die größte im slowenischen Küstenland. Koper gilt als Sloweniens maritimes Tor zur Welt. Platz vor der Kathedrale von Koper (Stolnica Marijinega vnebovzetja).
Der Hafen von Koper ist ein Mehrzweckhafen im Norden des Adriatischen Meeres im Golf von Triest. Er verbindet Mittel- und Osteuropa mit dem Mittelmeer und über die Straße von Gibraltar und den Suezkanal mit Amerika und dem Fernen Osten.
Zurück zum Bahnhof Postojna (Adelsberg). Hier konnte ÖBB 1293 131 mit einem Dünger Zug Richtung Süden abgelichtet werden.
312-139 unterwegs als R 2606 von Ljubljana nach Sežana.
342-024 beförderte am 18.Mai einen der wenigen Fernverkehrszüge durch Postojna. Der INT 210 "Sava" verkehrt von Vinkovci an der serbischen Grenze über Zagreb und Ljubljana ins Kroatische Rijeka. Die Elektrolokomotiven der Baureihe 342 wurden zwischen 1968 und 1970 vom italienischen Maschinenhersteller Ansaldo für die Jugoslawische Eisenbahnen (JŽ) gebaut. Heute sind noch immer einige dieser Exemplare im Streckendienst anzutreffen.
METRANS 193 927 war ebenfalls am 18.05. mit einem langen Containerzug unterwegs Richtung Mittelmeer.
Höhlenburg Predjama. Die Anlage ist ein slowenisches Kulturdenkmal unweit von Postojna.
Izola Die Altstadt liegt auf einer ehemaligen Insel, aus der sich der Name der Stadt zurückführen lässt. In Izola gilt Italienisch als anerkannte Minderheitensprache mit besonderem Schutz durch Art. 64 der slowenischen Verfassung.