#1 Mit dem Zug von Wolkenstein nach Peking V (Schluß) von egbschorsch 17.01.2013 23:09

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Mit dem Zug von Wolkenstein nach Peking
Teil 5: Ulaanbaatar - Peking

Am Morgen des 27.09.2012 kam der Abschied von Ulaanbaatar.



Im Schein der Morgensonne wurde Zug 24 nach Peking bereitgestellt und um 07:15 Uhr Ortszeit war Abfahrt.





Letzter Blick zurück auf die Ausläufer von Ulaanbaatar. Die Stadt ist rundum von Gebirgen umgeben und hat dadurch sehr häufig mit dem Smog zu kämpfen. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von -4°C ist Ulaanbaatar die kälteste Hauptstadt der Welt.



Auf Grund der Lage im Talkessel windet sich die Strecke in vielen Bögen langsam aufwärts. Innerhalb von ca. 70 km klettert die Trasse von 1300 m auf über 1700 m Höhe über dem Meeresspiegel.



Da unten sind wir eben erst langgefahren…



Kurz vor dem Scheitelpunkt lag dann auch schon ordentlich Schnee



Abends kam dann die Wüste Gobi in Sichtweite, die wir dann nachts durchfuhren.



Wie schon gewohnt, hing auch in diesem Zug der Fahrplan im Gang:



Am sehr frühen Morgen erreichten wir die Grenze zu China. Hier war wieder ein Umspuren der Wagen auf Normalspur erforderlich. Der Unterschied zu Brest war, dass hier alles fast militärisch exakt ablief. Vom Fußboden in der Halle hätte man essen können.



In China verläuft die weitere Strecke in einem sehr engen Flusstal. Das talwärts laufende Gleis verläuft rechts, und das bergwärtige links vom Fluß. Viele Kunstbauten säumen den Weg.





Mit gutem Auge entdeckt man die Lok eines Gegenzuges, die gleich wieder im Tunnel verschwinden wird…



Sichtung bei der Durchfahrt des Bahnhofes Peking Süd



Am 28.09.2012 pünktlich um 14:04 Uhr Ortszeit (08:04 Uhr MESZ) erreichten wir den Hauptbahnhof von Peking.



Am nächsten Tag stand ein Ausflug zur Großen Mauer und zu den Ming-Gräbern auf dem Programm.



Den letzten Tag unserer Reise blieben wir in Peking und besichtigten den Platz des Himmlischen Friedens, der im Juni 1989 zu trauriger Berühmtheit gelangte und die Verbotene Stadt = Kaiserpaläste

Ein Parteigebäude am Platz des Himmlischen Friedens



Mao grüßt nicht nur von den chinesischen Geldscheinen, sondern auch über dem Eingang zur Verbotenen Stadt







Am 01.10.2012 ging mit dem Rückflug Peking – Frankfurt unsere Reise zu Ende. Der zehnstündige Flug im A380 war ganz angenehm und erträglich.



Wenn alle Quellen stimmen und ich richtig gerechnet habe, sind wir insgesamt 10.462 km mit dem Zug gefahren. Sieben Mal haben wir im Schlafwagen übernachtet. Von Wolkenstein bis Peking sind wir sechsmal umgestiegen.

Zum Abschluß noch mal eine Karte mit der gesamten Route:



Ende

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