#1 Die Bobina zum PID-Tag von malo 12.10.2019 22:46

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Servus,

die DB hat wieder eine 150 im Bestand. Zumindest steht es an der Lok. Anfangen kann einer mit einer NVR-Nummer gar nichts. Höchstens im Betrieb zur digitalen Verarbeitung.

Der PID hatte heute gen Benesov u Prahy nochmals zu einem Eisenbahntag geladen. Und das analoge Porträt der arriva-bobina 140 052 musste irgendwie her. Veranstaltung und Wetter, sowie die Lokalität ließen Erfolg versprechen. Mit Freund "FRANKENLAND" war ich um 4.32 in Cheb abgefahren. Mit geringer Verspätung erreichten wir Praha hl n um 7.25 Uhr.

Erst mal runter in die nördliche Unterführung zum „Picknick“, Türke und Frühstück fassen.
Aber was das schon wieder?
Umgebaut! Zwar heller und irgendwie größer. Doch Kaffee gab es nun nur noch in Selbstbedienung hinten an der Wand aus zwei solch Automaten.
Und da nur allerlei Gemansche, was zumeist Frau erfreut. Den Kaffee, aufgebrüht als turecka kava hier nicht mehr.
Heißt konsequenterweise für mich zukünftig: die gute alte Thermoskanne reaktivieren. Bringe meine Ware selbst mit. Schont Zeit, Umwelt und Geldbeutel.

Um 7.45 Uhr rumpelte die hellblaue Schönheit an denkbar ungünstiger Stelle in den Bahnhof.


Durch im Nordost-Kopf des Bahnhofes hochgezogene Neubauten kommt Sonnenlicht um diese Jahres- und Uhrzeit nicht mehr so einfach in die Ecken des Hauptbahnhofes.
Von daher ein erstes Belegbild des Traktionsgerätes auf Benesov u Prahy.

Der Zug ist aus drei er-grünte Liegewagen gebildet. Nahm man die für einen Nostalgie-Fuhrpark, weil noch originaler in der Inneneinrichtung oder grundsätzlich in besserer Verfassung?


Sehr ! praktisch für die braunen Amphoren aus Glas. Das ist ja auch nicht original Bautzner.

In Benesov u Prahy war Halt hinterm Bahnsteigdach an der Bahnsteigkante. Heißt: Zug wird eh nix, Lok nur als Luftkissenboot mit abgeschnittenem Fahrwerk.
Ich bin raus über den Bahnsteigkopf, und bekam da ein erstes und nach Säge- bzw. zum Umfahren der Garnitur ein zweites Porträt.
An sich wäre hier mein Teil erledigt gewesen. Aber der Tag war noch jung. Und es passte so alles. Einfach weiter in der Veranstaltung und schauen was kommt.

Ein Plan war nun nicht so recht genau ersonnen. Aber um halb zehn erst mal mit Arriva bis Strancice zurück.
Bei Blick aus dem Fenster in Cercany: was das?


Triebwagen. Pseudo-Museum. Unbekannt in meinen Listen. Nicht ganz, vor grauer Zeit wurde der mal in der Slowakei gemacht.
Nun gut, Schatten und offene Tür bringen das 90%-Porträt ein. Ein anderes mal in diesem schönen Lande in hoffentlich naher Zukunft.

Wir fahren per Cityelefant um 10 Uhr nach Strancice gar weiter. Hier ist Auflauf! Horden von jungen Familien drängeln an einem Stand am Bahnsteig.
Vor dem Bahnhof und vor dem Restaurace war es ebenso. Zwei prächtige Uralt-Autobusse zogen alles in den Bann. Mich zog eher die Gastlichkeit in den Bann ;-)

Doch da sollte der Doppelstockzug mit Brille kommen. Denn schauen wir mal an.


Wer wie ich die „setkani“ seit 1995 regelmäßig, ja sogar beinahe immer besucht hat, kennt sie wie das Inventar auf dieser Börse.
In Ehren ergraut warten sie wie ehedem aufs Fotoobjekt. Mal sehen, ob zur Börse im November ein Wiedersehen ist.
Und vielleicht stehe ich wie Dia da in 20 Jahren selbst so in aller letzten Zügen des Hobbys am Bahnsteig umher.


Da kam der aus dem Sazava-Tal hier her verlängerte Train daher.
Schön isses nich ob doller Schallschutzwände links und rechts. Aber bei nur Pixeln interessiert es nicht.

Denn kurz danach kam der Pendel mit Arriva wieder vom hl n herauf und das Geschäft des Lok umsetzen begann.
Wir dachten zwar die nehmen den Sonderzug auf das rechte Überholgleis, also gen Praha, da der Hausbahnsteig mit dem Hurvinek-Pendel gen Velke Popovice belegt war. Nein, man fuhr im Hauptgleis ein.


Dennoch, nun wars gar mit meinem Porträt. So passt das!
Zuletzt hatte ich sie in roter Lackierung in Kamieniec Zabkowicki am 29.Mai 2011 gemacht. Das ist ja auch schon wieder nicht mehr wahr.


So ging es als erste zwei Gäste hinein ins gute Lokal zu einer vyvar, svickova na smetane und drei „Volba sladku“ aus der Zapfanlage. Wohlsein!
Derweil draußen der Bär steppte zu den Busfahrten in die Region.

Nach Pflichterfüllung fuhren wir per 471 bis Ricany. Hier unmittelbar ein Pseudobild auf den Frosch 451 nach Strancice/Benesov fahrend. Doch die Bobina war inzwischen auch nicht mehr fern.


Fast „Strecke“. Ganz nett, wir sind zufrieden.


Wenige Minuten hinterher trabte der Frosch gen Praha fahrend nochmals an.


Schwejk in Ausführung 2019 grüßt von der Wand am Bahnhof.

Nun war unser Programm erst mal vorbei. Was tun? Es begab sich der Plan: aufsatteln auf den 471 bis Cercany. Dort ins restaurace in Bahnhofsnähe. Wir nehmen je einen Krug FERDINAND zu uns.
Und begaben uns zum Sazava-Zug mit Abfahrt 14.05 Uhr. Eine blau-graue Brille zog (Nummer nicht weiter beachtet, Bild nicht gemacht ->bin Fahrgast) die Wagen der Bauart „Honeckers letzte Rache“.
Es fährt sich recht gut darin. Die Sitzbänke eignen sich ungemein zum Lümmeln, so dass man alsbald wegschlummert. Sonne und Bier, sowie die erlegte Bobina erzeugten Zufriedenheit.
Rechtzeitige vor Luka pod Medikem war man wieder wach. Die Nasen pappten dran an der Scheibe flußseitig ins Tal hinunter.
Am berüchtigten Felsen waren vier Fotografen. Ich war da nie, und werde da nie sein. Außerhalb meines Revieres bzw. meiner Interessen.

Mit wenig Verspätung war erneut Praha hl n erreicht.
Mit +15 min wurde der ex nach Cheb zur planmäßigen Abfahrt 16.45 Uhr bereitgestellt. Und das Programm Arriva-Bobina zum PID-Tag nach Ankunft in Cheb um dreiviertel Acht damit beendet.

Gruß,
malo

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