#1 Jahrzehntrückblick (10 B.) von Stromabnehmer 22.01.2020 21:36

Hallo,

mit etwas Verspätung möchte ich noch einen kleinen Rückblick bieten, denn mit 2019 endete auch das zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhundert. Auf dieses möchte ich, mit Fokus auf das Eisenbahngeschehen um meinen Wohnort Freiberg herum und im Versuch den klimatischen Jahresverlauf grob abzubilden, ein wenig zurückblicken.

2010

In diesem Jahr steckte die (Eisenbahn-)Fotografie bei mir noch in den Kinderschuhen. Eine verlässliche Leistung war der mittägliche Autoleerzug nach Dresden und weiter nach Tschechien, dem ich bis zu seiner Einstellung 2012 häufig auflauerte.


Angesichts der letzten Winter mutet es seltsam an, aber die ersten Winter des Jahrzehnts machten ihrem Namen durchaus alle Ehre - auch im Januar 2010 gab es wenig Sonne und viel weißen Niederschlag, 185 220 mit dem Autoleerzug während eines Schneeschauers bei Kleinschirma gen Dresden unterwegs


2011

Anfang 2011 übernahm ITL die Bedienung der Papierfabrik in Weißenborn. Eine große Langlebigkeit war der Sache nicht beschieden, bereits im Frühling 2012 wurde die Bedienung gestoppt. Zwar gab es eine Wiederaufnahme im Verbund ITL/RISS, aber auch dies endete 2014.


Anfänglich beförderte eine von Dresden am Zugende mitgeschleppte V60 die Wagen von Freiberg nach Weißenborn – auch am sehr winterlichen 19.02.11 war dies der Fall und unter großer Anstrengung erreicht 106 002 Berthelsdorf


2012

Im Gegensatz zur Weißenborn-Bedienung existiert diese Zugleistung noch heute. Nur über Freiberg hat man den beladenen Kokszug nach Lichtenstein bzw. Glauchau schon lange nicht mehr fahren sehen.


Immer gerne vor der „Haustür“ gesehen – der Koskzug, jetzt zumeist mit blauen Lokomotiven


2013

Ebenfalls gern gesehen sind Züge vom und zum Getreidelager Großschirma, dessen Produkte zwar unregelmäßig, aber doch beständig per Bahn in alle Welt geschickt wird.


2013 oblag die Bedienung Großschirmas noch DB Schenker, 294 576 am Morgen des 06.05.13 mit einem beladenen Zug nach Freiberg bei Kleinwaltersdorf


2014

Sie wurden nicht wirklich gemocht. Bis Ende 2014 dieselten die RegioSwinger der Baureihe 612 als Franken-Sachsen-Express zwischen Nürnberg und Dresden und nicht wenige, auch von der unkomfortablen Wackelei gebeutelte Fahrgäste begrüßten ihr Ende. Gleichwohl, seitdem muss in Hof umgestiegen werden und in naher Zukunft wird sich daran wohl nix ändern.


Rein optisch in meinen Augen ein gelungener Wurf – 612 963 brettert im Mai 2014 durch Frankenstein


2015

Anderthalb Jahre nach dem Ende der Wackeldackel ereilte auch die Hundertdreiundvierziger das Aus auf der DW-Linie, 2015 war ihr erstes und letztes „komplettes“ Jahr. Das wiederum lockte zahlreiche Fotografen an die Strecke.


Für mich das schönste Fotomotiv in der Nähe und daher immer wieder besucht – der Wegefarther Viadukt


2016

Der König ist tot, es lebe…die MRB. Nach kleinen Startschwierigkeiten im Sommer und großen im Winter (siehe www.eisenbahnforumvogtland.de) des ersten Jahres läuft es inzwischen ziemlich rund mit den Grinsekatzen.


Ob man sie mag oder nicht, in den meisten Fällen befördern sie mich bequem und pünktlich die DW entlang, auch zwischen Hilbersdorf und Niederbobritzsch


2017

Der Güterverkehr in der Fläche verschwindet zusehends, daran hat auch das letzte Jahrzehnt nichts geändert. Ganzzüge wiederum scheinen en vogue zu sein, zumindest was das Transportgut Holz angeht.


Freiberg stellt ein beliebtes Ziel von Holzleerzügen dar, ab und zu geht der Wagenpark weiter nach Bienenmühle, wie dieser hinter 187 303 im November 2017.


2018

Neue Fahrzeuge wollen getestet werden, dazu bietet die anspruchsvolle Streckenführung um Freiberg, insbesondere die Tharandter Rampe, ausreichend Gelegenheit.

Auch das erste Eisenbahnfahrzeug aus chinesischer Produktion auf deutschen Schienen lief 2018 zur Probe zwischen Tharandt und Oederan, hier gerade den Hp Frankenstein verlassend


2019

Bereits seit zwei Jahrzehnten fährt die Freiberger Eisenbahn von der Bergstadt ins Gebirge und stellt, insbesondere wenn die Zeit mal nicht für größere Touren reicht, einen beliebten Anlaufpunkt dar.

Zwar obsiegt meist das Gefühl, dass Fotostellen eher verschwinden denn hinzukommen, aber zwischen Berthelsdorf und Lichtenberg kam dank Freischnitt dieser Blick auf die NM-Linie

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und allen ein erfolgreiches Jahrzehnt!

VG
björn

#2 RE: Jahrzehntrückblick (10 B.) von TS-DZW 23.01.2020 08:39

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Schöne bunte Zusammenstellung

#3 RE: Jahrzehntrückblick (10 B.) von Bärenteich 23.01.2020 15:50

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Ich hab den Wackel-Dackel Rumpelbahn genannt.
Hatte gegenüber der jetzigen Umsteigeverbindung den Vorteil, dass man keinen Umsteigestress in Hof hatte. Und letztendlich die Reisezeit 1Stunde kürzer war als heute. Denn mir ist es schon mehrfach passiert , dass trotz geringer Verspätung der Anschluss nicht abgewartet wurde.

#4 RE: Jahrzehntrückblick (10 B.) von br233 29.01.2020 12:09

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Moin,

.....hab mich im Jahre 2012 in Kleinschirma entdeckt und des Bild auf die Festplatte verfrachtet.
Den Zug brauchte eine der beiden "AWT-Altbaubrillen", und zwar 750 059 nach Bad Schandau.
Der tschechische Kollege hat mich dann zu einem ausführlichen "Rundgang" auf der Brille eigeladen.
Dem binsch selbstverständlich sooooofort nachgekommen!

Gruuuuuß

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