#1 km 37, aber wo?? von gang232 24.06.2020 09:12

Hallo,
wieder mal ein altes Foto gefunden, aber leider ohne nähere Hinweise.
Der km 37 mit zweigleisiger Strecke und Zug wohl mit einer 39. Über dem Zug sieht es aus wie eine Brücke.
Vielleicht kann die verehrte Leserschaft weiterhelfen.
Mit sommerlichen Gruß Wolfgang.

#2 RE: km 37, aber wo?? von lokpaul 24.06.2020 10:24

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Gauf,
könnte zwischen Muldenhütten und Freiberg sein - der 70er Bogen.
Grüße aus Zwicke

#3 RE: km 37, aber wo?? von Kramerladen 24.06.2020 21:12

Die 39 er waren nicht nur in Sachsen eingesetzt ,Eifelbahn und auch stuttgarter Raum die letzte habe ich durch Hersbruck Richtung Prag fahren sehen und die kam von Stuttgart
und schon mit Witteblechen. Der Kilometerstein vermutlich ab Dresden passt auch nicht so richtig und Telegrafenmasten vermutlich nur mit Streckenfernsprecher sieht nicht nach Hauptstrecke aus
man müsste mal wissen wo der Km 37 in einer Kurve und passen könnte . Bin gespannt wer mehr weiss .
Grüsse Gerhard

#4 RE: km 37, aber wo?? von Stromabnehmer 24.06.2020 21:48

'n Abend,

also beim Bogen zwischen Muldenhütten und Freiberg passt das mit der Kilometrierung. Und auch das Gelände entspricht dem des historischen Fotos. Wie das mit Telegrafenmast und Streckenfernsprecher ausschaut, kann ich nicht beurteilen. Hier mal ein Bild von km 36,8 DW aus 2016.



Grüße
björn

#5 RE: km 37, aber wo?? von Bw Freiberg (Sachs) 25.06.2020 08:54

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Hallo

Dieser Kilometer 37 passt zur DW-Linie zwischen Muldenhütten und Freiberg.
Die Blickrichtung des Fotografen ist in Richtung Muldenhütten (Dresden).


Gruß Heiko aus Freiberg (Sachs)

#6 RE: km 37, aber wo?? von Kramerladen 25.06.2020 10:19

Vielleicht kann uns der Bw Freiberg mal den Jetztstand fotografieren und auch das mit dem einen Draht auf den Masten erklären.

Danke und Grüsse aus Hersbruck Gerhard

#7 RE: km 37, aber wo?? von Holger Drosdeck 25.06.2020 13:00

Nur ein Gedankenansatz, muss nicht für diesen konkreten Einzelfall zutreffend sein: Es gab früher dort und da bei der Bahn den Fall, dass, wenn eine Strecke ausgeprägte Gleisbögen durchfuhr, z.B. welche, die insgesamt nahezu einen 180 Grad-Bogen, also sozusagen eine Art "Streckenwendung" in der Topografie ergaben, oder selbst dann, wenn es nur 90- bis 100-Grad-Bögen waren, dass dann Freileitungen auf einer Länge von ein paar hundert Metern manchmal abweichend von der Gleistrasse verliefen, um danach wieder zurück zum Gleis und dann wieder parallel zum Gleis zu führen. Könnte so etwas für die fotografierte Stelle zutreffend sein?

Das gleiche bzw. ein ähnliches Phänomen gab es ja auch, wenn Strecken über extrem hohe, aufgeschüttete Bahndammabschnitte führten. Da fehlt auf alten Fotos auch manchmal die Freileitung, weil diese praktikablerweise in Einzelfällen auf dem Talgrund entlang trassiert wurde.

Wie auch immer, es ist ein herrliches Foto mutmaßlich sicher aus der Vorkriegs-Reichsbahnzeit - diese Gepflegtheit des Oberbaus, der perfekt gestrichene km-Stein, die Reinheit der Bahndammhänge des Einschnittes, der Zug mit dieser Lok und den Wagenbauarten - das ist Eisenbahn, wie sie (heute leider nur noch) im Buche steht, ganz nach meinem Geschmack und ohne das Auge beleidigende Neuzeit-Zutaten.

VG

#8 RE: km 37, aber wo?? von Bärenteich 25.06.2020 20:33

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Lieber Kramerladen,
ich habs an anderer Stelle schon mal beschrieben:
Streckenfernsprechleitungen gabs an allen Hauptbahnen und sicher auch auf Nebenbahnen. Das waren unter anderen die Rückfallebenen, wenn die Morsefernschreibverbindungen zwischen den Zugmeldestellen (in der Regel die benachbarten Fahrdienstleiter) ausfallen sollten, was aber in meiner Fdl-Praxis nicht vorkam.

Und diese Mastenform für Hanglage bzw. für Kurven war eigentlich auch immer so.
Aber nur eine Leitung?
Streckenfernsprechleitungen waren eigentlich immer zwei Leitungen oder irre ich da (und der Fleischerhaken dran) ?

Gruß vom Bärenteich

PS:
Hier ist die passende Vorschrift dazu


Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO)
§ 16 Fernmeldeanlagen

(1) Zugfolgestellen und Zuglaufmeldestellen
sind durch Fernmeldeanlagen zu verbinden. Schrankenposten und Streckenfernsprecher sind in die Verbindung einzuschalten.
Ausnahmen sind zulässig (§ 3 Abs. 1 Nr. 2).

(2) Auf Strecken ohne Streckenblockeinrichtung,
die von Reisezügen
oder
von Zügen mit mehr als 60 km/h
befahren werden,
sind fernmündliche Zugmeldungen durch Sprachspeicher aufzuzeichnen. Ausnahmen sind zulässig (§ 3 Abs. 1 Nr. 2).

(3) Streckenfernsprecher sind auf freier Strecke einzubauen, soweit es erforderlich ist.

#9 RE: km 37, aber wo?? von Bw Freiberg (Sachs) 26.06.2020 06:00

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Zitat von Kramerladen im Beitrag #6
Vielleicht kann uns der Bw Freiberg mal den Jetztstand fotografieren und auch das mit dem einen Draht auf den Masten erklären.

Danke und Grüsse aus Hersbruck Gerhard




Guten Morgen Gerhard


Mit einem Vergleichsbild kann ich zZeit nicht dienen, jedoch deinen Nebensatz entkräftigen. Wenn du die eingestellte Aufnahme mit der P10 genau betrachtest, erkennst du an jedem Mast zwei Isolatoren.


Anbei die kenntlich gemachten Isolatoren.


Falls Wolfgang gegen die ungefragte Entnahme und Bearbeitung zur Bilderklärung Einwand erhebt, dann wird dies wieder entfernt.



Gruß Heiko aus Freiberg (Sachs)

#10 RE: km 37, aber wo?? von gang232 26.06.2020 06:25

Hallo und Guten Morgen,
ich danke erstmal für die Hinweise. Es ist schon irgendwie immer beeindruckend, wie man in der Gemeinschaft das eine und andere Problem lösen kann.
Ja, ein Vergleichsbild aus der selben Richtung wäre interessant.
Mit Gruß Wolfgang.

#11 RE: km 37, aber wo?? von Kramerladen 27.06.2020 18:31

Hallo Heiko habe wieder mal Tomaten auf den Augen gehabt ,hätte die weissen Isolatoren die aus guten Grund mehr als einen halben Meter tiefer auf der anderen Seite
des Telegrafenmastes postiert sind sehen müssen..Somit ist eigendlich alles in dem historischen Bild aufgeklärt und warten wir bis jemand uns den Jetztstand vor Augen führt .

Natürlich .kommt das alte Foto da jüngerer Natur nicht an den Kracher aus Plauen von vor 2 1/2 Jahren mit seinen inzwischen fast 38 000 Hits heran das war damals der absolute
Hammer. Bin immer froh wenn Mitglieder wie Lok Paul oder Bärenteich z.B ihr Fachwissen hier dabei mit dokumentieren .Unvergessen ist an der 39er das Pfluppgeräuch wenn das
Leerlauventil beim Anfahren schloss. Beim Umsetzen in Plob konnte man das besonders gut hören weil wir ja stets unmittelbar hinter dem Gländer am Gleis standen Bei anderen Baureihen ist das
und nicht so aufgefallen gab es wahrscheinlich nicht in dieser Form

Der Kramerladen wünscht ein schönes Wochenend Gerhard

An der E 94 geht es zäh aber kleine Fortschritte sind zu erkennen und sie steht immer noch in Heb rechts.

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