#1 Es sprießen die April-Rückblicke von Vochtländer 01.05.2021 11:12

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Hallo,

weil im Gegensatz zur noch sehr spärlichen Natur die Foto-Rückblicke auf den April 2021 gerade so sprießen, lasse ich mich net lumpen und zeige auch noch einige meiner im vierten Monat diesen Jahres entstandenen Bilder des hiesigen Eisenbahnverkehrs.
Im Fokus stand die baustellenbedingte Umleitung der Oelsnitzer Übergabe,
doch zunächst das obligatorische, diesen Monat einzige Bild aus Bayern - Entschuldigung, Franken; wobei: Hof, in Bayern ganz oben!?
Auch nur, weil's Licht grade so schön war an diesem Freitag, 09. April 2021. Früh kurz nach halb achte fuhr 612 489 nach Nürnberg, 223 061 bespannt den alex nach München bis Regenburg.
Während der Frühling in unseren Breiten absolut nicht aus de Puschen kommt - wir wollen mal nicht vergessen, dass in etwas mehr als einem anderthalben Monat die Tage schon wieder kürzer werden - , waren südlich des Weißwurschtäquators die Kirschen schon am verblühen...




Die Bauarbeiten am Werdauer Bogendreieck sorgten bekanntlich für die Umleitung der Oelsnitzer und Plauener Übergaben via Falkenstein - Eich auf der Hinfahrt sowie durchs Elstertal für die Rückfahrt.
An einigen Tagen wurden die Oelsnitzer Züge mit 232 241 bespannt.
Wie dabei nicht anders zu erwarten, machte der April zunächst wettertechnisch seinem Namen alle Ehre, sprich, was er will, und brachte Schnee, Regen, kalt ... eben überhaupt alles, dass man nicht vor die Tür geht, wenn man nicht muss.
Nicht mal der Fakt, dass der Güterverkehr über Falkenstein lief.
Nicht mal mit 232.
Aber das Ganze im Elstertal, an den letzten vorhandenen Formhauptsignalen im (heutigen) sächsischen Vogtlandkreis ...
Und da Elsterberg für Züge mit Fahrtrichtung Greiz um diese Zeit eh nicht mit Sonne geht ...
Das Ergebnis vom Freitag, 16. April 2021, ist für mich ganz zufriedenstellend.




Der folgende Montag, 19. April 2021, brachte Hollandlatz-232 241 erneut ins Vogtland.
Spontan wurde der Rückfahrt von Oelsnitz via Greiz - Gera nach Zwickau in Plauens unterem Bahnhof aufgelauert.
Kaum vor Ort, kurz mitm Fahrdienstleiter gequatscht, war das Bild auch schon im Kasten.
Gut, es hätte gerne etwas mehr Wagenzug sein dürfen. Doch zumindest gab's einen kurzen erhellenden Moment am Himmel, sodass für etws Frontlicht auf dem Hollandlätzchen gesorgt war ...
Auch der abgestellte weiße Schrott-Pkw auf dem Bahnsteig passt irgendwie... hat wohl die Aufsicht wieder vor der Tür geparkt




Am Mittwoch, 21. April 2021, versprach die Wetterprognose endlich Besserung, so wohnte ich endlich mal dem Jahrhundertereignis "E Gieterzuuuch in Falkenstaaaaa :::)))))" bei.
Pünktlich 06:33 rollt Gravita 261 062 mit sieben leeren Holzwagen im Bahnhof Falkenstein von der Ende 2017 erbauten Sprungschanze herab nach Gleis 1.




Nun stand zunächst der 07:00-Uhr-Taktknoten an. Drei Ein- und drei Ausfahrten in und aus allen im Bahnhof Falkenstein möglichen Richtungen für den Regionalverkehr.
Sobald der Plauener Personenzug in Eich war, konnte der Güterzug diesem bis dorthin folgen.
Die Ausfahrt Falkenstein schaut dann mit dem noch genutzten und bewohnten Empfangsgebäude aus dem Jahr 1912 einerseits sowie dem Gebäude der ehemaligen Gardinenweberei C.H. Lange wohl aus dem Jahre 1903 andererseits so aus
(Zugunsten dieser Ansicht nahm ich die paar Astschatten auf der Lok-Längsseite gerne in Kauf):




Lichttechnisch ist es auf der HOe um diese Zeit halt schwierig, genaue Ortskenntnis im Bereich "Wald Eich - Treuen" ist sowieso nicht vorhanden, also bin ich nach Weischlitz.
Dort ist der Zug zwar wieder auf seinem regulären Laufweg, doch durch die knapp zwei Stunden spätere Lage ist die Sonne aber z.B. für die Einfahrt Weischlitz weit genug rum.




Einmal unterwegs, wollte ich die Rückfahrt durchs Elstertal auch noch mitnehmen.
Bis dahin war noch Zeit, so habe ich mich zunächst dem Reisezug 20982 Bad Brambach - Zwickau Stadthalle, traktioniert durch 650 072, auf der anderen Seite vom Bahnhof Weischlitz zugewandt.




Es sollte dann noch eine Aufnahme vom planmäßig nicht mit Güterzügen befahrenen Abschnitt Chrieschwitz - Greiz-Dölau werden.
Spontan fiel mir die vor einigen Jahren erneuerte Brücke über die Weiße Elster bei Plauen-Chrieschwitz ein.
Doch je näher die Zeit für die Übergabe rückte, um so spannender machte es die Wolken-Lotto-Fee. Doch es hat gepasst.




Das Porträt vom 650 072 in Adorf erspare ich euch nicht ... weil's Licht grade so schön war... Donnerstag, 22. April 2021.




Zunächst waren es nur Gerüchte, doch im Laufe der Woche wurde es konkret: Die Arbeiten am Bogendreieck werden wohl nicht rechtzeitig fertig, Verlängerung der Sperrung um 24 Stunden.
Da die Übergabe nach Oelsnitz für den Freitag, 23. April 2021, nicht ausgelegt war, kam also wieder die Umleitung über Falkenstein bzw. Greiz - Gera in der bekannten zeitlichen Lage zustande.
Nach etwas komprimierten Schlaf bin ich trotz Nervenkitzel am Himmel nach Pirk. Wie gesagt, durch die knapp zwei Stunden spätere Fahrplanlage ist die Sonne weit genug rum für's Motiv aus Empfangsgebäude und Autobahnbrücke. und auch der Nervenkitzel hat sich gelohnt.




Bemerkenswert fand ich den ersten Wagen hinter der 261 062. Die runden Teleskophauben sind mir aufgefallen, in Haralds Beitrag ist der Wagen besser zu erkennen.
Sonst sind es bei dieser Leistung entweder Planenwagen oder Wagen mit eckigen Teleskophauben.
Es handelt sich bei diesem Fahrzeug wohl um einen slowakischen Wagen Bauart Shimms >> Klick <<, wobei dies eigentlich Wagen mit Plane sein sollten?
Sind das dann bei dieser slowakischen Bauart Hauben aus Planen!?
Wohl eher nicht, oder?
Fragen, Fragen, Fragen ...
Vielleicht kann jemand, der sich tiefer in dieser Materie auskennt, für Erklärung sorgen.

Bei zunehmender Bewölkung habe ich mir zumindest noch ein Bild der Rückfahrt nach Zwickau unter der Elstertalbrücke im Bahnhof Barthmühle machen können.




Der grenzüberschreitende Reiseverkehr läuft zumindest im Abschnitt Bad Brambach - Eger wieder. Da dies mittlerweile ein fragiles Gut ist, wollte ich im südlichsten Zipfel Vogtland ein Bild vom "Osobní vlak do Plesná" machen.
Denn da Plesná nur mehr ein Haltepunkt zwischen den Bahnhöfen Bad Brambach und Vojtanov ist, wurde auch die Stadt Fleißen im Zuge der Einstellung des internationalen Verkehrs nur im Schienenersatzverkehr bedient.
650 566 als sehr gut mit fleißigen Fleißenern besetzter Feierabendzug 20988 in Schönberg, im Hintergrund das Einfahrvorsignal Bahnhof Vojtanov, Montag, 26. April 2021.
Über die ungefählichen "Blumenkohlwolken" (wie es jüngst hier im Forum zu lesen war) war ich nicht böse.





Am folgenden Dienstag, 27. April 2021, habe ich spontan für Vogtlandwerbe-VT 650 564 eines meiner Lieblings-Motive im oberen Vogtland angesteuert.




Der Mitwoch, 28. April 2021, ward versprochen als wettertechnisch schönster Tag der Woche.
Also wieder Weckerklingeln, am Ufer der Talsperre Pirk habe ich - wieder mal - der Oelsnitzer Übergabe aufgelauert. 261 019 und 261 063 arbeiten an der Spitze des 53140 Zwickau - Oelsnitz und fahren hier pünktlich wie die Eisenbahn der aufgehenden Sonne entgegen. Keine halbe Minute später fuhr der Triebwagen vom vorhergehenden Bild entgegenkommend durchs Motiv.




Später wurde bei Plauen am bekannten Motiv des ehemaligen Posten 81 Posten bezogen.
Der 51716 Nürnberg - Senftenberg mit 187 150 und den ersten vier Wagen tatsächlich frei von Schmierereien wurde umgeben von erstem zarten Grün abgepixelt.




Am Abend konnte dann noch dieses Motiv leicht abgewandelt, bei Licht ausprobiert werden. 650 064 als 20828 Zwotental - Falkenstein 1,7 Kilometer vorm Zielbahnhof, in Falkenstein "An der Zeidelweide".




Zum Abschluss noch ein Bild ganz ohne Rammelei. An den schönsten Motiven geht man meistens täglich mehrmals vorbei ...




In diesem Sinne wünsche ich einen schönen 01. Mai und auch sonst einen angenehmen Wonnemonat.

mfg Kevin


Edit: Es wurde auf "Schrott-Pkw" verallgemeinert.

#2 RE: Es sprießen die April-Rückblicke von Steffen_Rudi 01.05.2021 12:03

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Danke Kevin,

sehr schöne Bilder und toll betextet!

Aber auf Bild 3, da glaube ich nicht an die "Aufsicht" , das Gelände ist doch an einen Schausteller verkauft worden, dem gehören alle Schrottfahrzeuge.
Ich denke mal, irgendwann wird der insolvent und dann muss des Gelände vom Vater Staat geräumt und saniert werden, eigentlich traurig...

LG der Gefeller.

#3 RE: Es sprießen die April-Rückblicke von Bärenteich 02.05.2021 11:44

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Wo gibt es noch eine Aufsicht - ist wohl vergessen worden bei der letzten Personalabschaffungswelle?

#4 RE: Es sprießen die April-Rückblicke von Bärenteich 02.05.2021 12:02

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Schön wieder mal ein Foto vom Po 50 PE zu sehen am OT Großen Teich unweit des OT Bärenteich von Schönberg am Kapellenberg.
Und der Zwickel ist auch gut getroffen!

Besonderen Dank
Vom Bärenteich

#5 RE: Es sprießen die April-Rückblicke von VT 516 02.05.2021 22:17

Zitat von Bärenteich im Beitrag #3
Wo gibt es noch eine Aufsicht - ist wohl vergessen worden bei der letzten Personalabschaffungswelle?


Hamburg Hbf, Köln Hbf, vielleicht auch Kassel-Wilhelmshöhe, Mannheim...

Ergänzung:
Berlin Hbf Stadtbahn Gl. 11-14, Frankfurt Hbf Gl. 6-9 und 18-19, Frankfurt Flughafen Gl. 4-5, Mannheim Gl. 2-5, Stuttgart Hbf, Nürnberg Hbf Gl. 6-9, München Hbf
Allgemein gilt das wohl nur für Fernverkehrszüge mit Ausnahme des IC2.

#6 RE: Es sprießen die April-Rückblicke von Bärenteich 03.05.2021 12:04

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Lieber VT 516,
ich weiß nicht, ob du da einer optischen Täuschung der Bahn aufgesessen bist.
Die "Aufsicht" im früheren Sinne war ein Betriebseisenbahner mit Fahrdienstleiterprüfung. Unter anderem war diesem bei Halt der Reise- und Güterzüge das Fahrpersonal einschl.- des Lokführers und des Zugführers unterstellt, d.h. weisungsberechtigt in betrieblichen Fragen. Die Aufsicht erteilte auch das Abfahrsignal Zp 9. Sie händigte schriftliche Befehle aus usw.
Sie bedienten auch Gleisfreimeldeeinrichtungen für die Herstellung der Fahrstrasse (soweit erforderlich und vorhanden).
Das Kennzeichen der Aufsicht war der rote Mützenschirm.

Was heute in roten Mützen rumläuft, hat mit Aufsicht im alten Sinne nichts zu tun, es ist mehr oder weniger Servicepersonal, so ist es zumindest auf den Bahnhöfen, die ich kenne, z.B Dresden Hbf, Leipzig Hbf und andere. Sollte es auf den genannten Bahnhöfen anders sein, würde mich das sehr wundern. Zur Berliner S-Bahn fehlen mir die Kenntnisse, ob diese noch betriebliche Aufgabe erledigen.
Aber man lernt ja nie aus.

Mit freundlichen Grüßen
Bärenteich

#7 RE: Es sprießen die April-Rückblicke von Der Typ 03.05.2021 13:38

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Danke für die schönen Bilder

#8 Aufsichten von VT 516 04.05.2021 21:06

Zitat von Bärenteich im Beitrag #6
Lieber VT 516,
ich weiß nicht, ob du da einer optischen Täuschung der Bahn aufgesessen bist.
Die "Aufsicht" im früheren Sinne war ein Betriebseisenbahner mit Fahrdienstleiterprüfung. Unter anderem war diesem bei Halt der Reise- und Güterzüge das Fahrpersonal einschl.- des Lokführers und des Zugführers unterstellt, d.h. weisungsberechtigt in betrieblichen Fragen. Die Aufsicht erteilte auch das Abfahrsignal Zp 9. Sie händigte schriftliche Befehle aus usw.
Sie bedienten auch Gleisfreimeldeeinrichtungen für die Herstellung der Fahrstrasse (soweit erforderlich und vorhanden).
Das Kennzeichen der Aufsicht war der rote Mützenschirm.

Was heute in roten Mützen rumläuft, hat mit Aufsicht im alten Sinne nichts zu tun, es ist mehr oder weniger Servicepersonal, so ist es zumindest auf den Bahnhöfen, die ich kenne, z.B Dresden Hbf, Leipzig Hbf und andere. Sollte es auf den genannten Bahnhöfen anders sein, würde mich das sehr wundern. Zur Berliner S-Bahn fehlen mir die Kenntnisse, ob diese noch betriebliche Aufgabe erledigen.
Aber man lernt ja nie aus.

Mit freundlichen Grüßen
Bärenteich


Hallo Bärenteich,

nein, das ist kein Irrtum.
Sicherlich kann man die heutigen Aufsichten nicht mit den früheren Aufsichten vergleichen. Eine Fahrdienstleiterausbildung braucht man dafür heute nicht mehr, aber eine betriebliche Grundausbildung schon. Im Bedarfsfall Befehle aushändigen und ein Gleis frei melden (Abschnittsprüfung) dürfen sie. Ansonsten geht es in erster Linie um die Zugabfertigung.
Im Gegensatz zu den "rotbemützten" Servicemitarbeitern werden die Mitarbeiter auf den genannten Bahnhöfen als in den Unterlagen von DB Fernverkehr als Aufsichten bezeichnet (entsprechende betriebliche Unterlagen liegen mir vor). Allerdings haben die Aufsichten nur Relevanz für DB Fernverkehr. DB Station und Service, wo die Aufsichten angestellt sind, nennt sie in Köln und Hamburg Aufsicht, in Mannheim anders (den genauen Begriff muss ich nachschauen).

Gruß

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