#1 Umleiter, StädteEx'se, ein Millionengrab und mehr - Sichtungen der letzten Tage von Vochtländer 27.09.2021 14:40

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Hallo,

die letzten Tage bestand meinerseits öfters Zeit und Gelegenheit, einige Bilder vom vogtländischen Eisenbahnverkehr anzufertigen, hielten doch einige der zurückliegenden Septembertage durchaus schöne sonnige Stunden bereit.
Beginnend mit dem Motiv, dass mich immer wieder auf den Auslöser drücken lässt und spätestens seit dem Augustbild vom Forumskalender 2021 allseits bekannt sein dürfte: Zwota, beim Friedhof, Kilometer 6,2 der Strecke Zwotental - Klingenthal.
Allerdings ist es meiner Meinung nach erst jetzt im Spätsommer/Frühherbst besonders ansehnlich, wenn die Hagebutten rot sind und die Gladiolen des Kleingärtners in voller Blüte stehen.
650 072 brummt am Abend vom Montag, 13. September 2021, als 20826 bergwärts nach Zwotental.




Da die als "Mehlbahn" bekannte Strecke Mehltheuer - Weida wegen Gleisbauarbeiten gesperrt war, musste auch der planmäßig über diese Strecke fahrende Schrottzug Cheb - Könitz großflächig über Plauen - Werdau - Gößnitz - Gera umgeleitet werden.
Das bekannte ehemalige Postenhaus in Limbach beim Kilometer 100,0 LH sollte als Motiv herhalten, doch der für gewöhnlich äußerst pünktliche "Schrotti" ließ lange auf sich warten.
Mit ca. +60 rollte schließlich der wie sonst auch mit 76 111 bespannte Umleiter am Fotografen vorbei, Dienstag, 14. September 2021.




Nach einigen Tagen Schmuddelwetter packte ich schließlich erst am Donnerstag, 23. September 2021, die Kamera wieder aus.
Abermals sollte Umleiter-Schrotti dran glauben, doch dieser glänzte zur Planzeit wieder durch Abwesenheit.
Nun gut, Entschädigung gab's zumindest durch 232 426 der Nossen-Riesaer Eisenbahn Compagnie, welche hier Lz nach Hilbersdorf am Fotografen in Jößnitz vorbeikullert.




Irgendwann hieß es dann "Schrottzug hat Ausfall".
Wenn nicht Diesel-Traxx, dann eben E-Traxx der ersten Generation, so konnte nach dem Vogtland-Werbe-RS1 zumindest der 51716 Nürnberg - Senftenberg "erhascht" werden.
185 343 sorgt für Traktion seit Hof, dahinter die kalte 233 321.
(Da die E-Lok wohl etwas zu heiß bzw. mit zu scharfer Chemie gewaschen wurde und infolgedessen das Logo des Fahrzeughalters an der Front verloren ging, habe ich ihr nachträglich und digital einen Keks aus meinem Archiv spendiert.)




Von Süden her war außerdem noch eine Überführung von Baufahrzeugen angekündigt.
223 153 samt Anhängsel nach Hetzdorf konnte ich sodann auch in Plauen kurz vor'm Oberen Bahnhof erwarten.




Da die Mehlbahn gesperrt war, konnte auch der reguläre Reiseverkehr nicht in gewohnter Weise durchgeführt werden: Die Erfurter Bahn ließ einen Schienenersatzverkehr von Weida nach Schönberg fahren, von dort pendelte deren VT bis Hof.
Die Lücke Mehltheuer <> Schönberg wurde durch die Verlängerung der Falkensteiner Züge der Vogtlandbahn geschlossen.
Und da man u.a. den "Voglar"-Werbeträger 650 064 im Regelfall nicht bei Tageslicht neben dem Schönberger Lokschuppen erblicken kann, musste diese Gelegenheit natürlich genutzt werden.
Erwähnter Getriebewagen wurde als 92118 (verlängerter 20818 Sokolov -) Mehltheuer - Schönberg beim Erreichen des Zielbahnhofes fotografiert.




Eigentlich sollte an dieser Stelle Abbruch sein, doch ist der Plan auch gut gelungen ...
Der StädteExpress sorgte für einige Furore. Eine private Sonderfahrt vom Erfurter Bahnservie führte 232 334 und eine augenscheinlich stilreine "StädteEx"-Garnitur aus fünf rein optisch originalen Reisezugwagen von Leipzig kommend via Gera - Gößnitz - Werdau - Plauen über die PE-Linie bis ins Obere Vogtland nach Bad Brambach.
Es ging auch zügig wieder zurück, ich habe mich dann an die Talsperre Pirk gestellt.
Der bekannte Blick am Beginn des Einschnittes Richtung Überleitstelle Pirk ist mittlerweile durch zwanzig Meter Maschendrahtzaun meines Erachtens unfotogen.
Wenige Meter hinterm nächsten Busch bietet sich allerdings der Blick übers Wasser hinüber zum einstigen Rittergut in Dobeneck, welches mittlerweile zum "Piratennest" der Jugendherberge umfunktioniert wurde.




Schließlich konnte ich am Sonnabend, 25. September 2021, meine fotografische "LEG-Prämiere" feiern.
An den bekannten Kesselzügen zwischen Bitterfeld und Bayern sollten die 232-Doppeltraktionen wohl längst Geschichte sein, die Leistungen sollen mit dem Zweikraft-Wunder aus dem Hause Stadler gefahren werden.
Trotzdem sieht man immer noch immer wieder Großdiesel sowjetischen Ursprungs vor den Kesselzügen nicht nur auf vogtländischen Gleisen.
Eine Bahnübergangsstörung in Netzschkau hat den Verkehr jedoch längere Zeit beeinträchtigt, sodass ich diesen Zug mit 232 068 und 232 673 zufällig nachmittags halb fünfe bei Kornbach noch eintüten konnte.




Ziel war freilich die diesmal öffentliche Sonderfahrt des StädteExpress: Der Thüringer Eisenbahnverein lud zum Ausflug von Erfurt und Weimar ins Deutsche Dampflokomotiv Museum am Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg.
232 334 bespannte diesmal lediglich vier Schnellzugwagen. Ich konnte meine dokumentarische Fotografie der Rückfahrt von Franken nach Thüringen mutterseelenalleinstehend bei Grobau in schönstem Abendlicht anfertigen.




Abschließend noch drei Aufnahmen so ganz ohne Eisenbahn, entstanden auch am 23. September.
Immer im Spätsommer / Frühherbst, so Ende August bis Anfang Oktober, lässt sich in Klingenthal (bei entsprechender Witterung: Tage vorher Nass, dann Nachts aufklarend) das "Naturschauspiel" beobachten, dass das gesamte Tal eingenebelt ist.
Aufgrund der Lage im Talkessel der umgebenden Ausläufer des Westerzgebirges kann dieser Nebel nicht abziehen. Während dann über den Höhenzügen die Sonne aufgeht, wirkt es durch den Nebel, als befinde sich dort unten eine Talsperre.

Der Blick geht zunächst vom Kammweg über den Mittelberg mit dem Wohngebiet Neue Welt bis zur Halde Schneckenstein.




Von der Aschbergstraße (oberhalb vom " Haberzett'l ", ein Gasthaus) geguckt wieder zur Neuen Welt, dahinter dann Brunndöbra.




Schließlich die Ansicht vom gesamten Klingenden Thal im Nebel, Richtung Süden über die Zollstraße hinweg bis zu den Ausläufern Richtung Zwota.




Ach so, das Millionengrab ... Das ist auf den letzten zwei Bildern sichtbar, spitzt jeweils oben rechts im Hintergrund aus dem Wald.
Am vergangenen Wochenende war wohl sogar eine Veranstaltung angesetzt, auch kommendes Wochenende soll wieder ein Springen stattfinden ...

>> Klick <<


Danke allen Meldern.

mfg Kevin

#2 RE: Umleiter, StädteEx'se, ein Millionengrab und mehr - Sichtungen der letzten Tage von trainspotter_dja 27.09.2021 20:44

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Da möchte ich auch noch mit einsteigen.

Ich fange erneut am 07.09.21 an.
Nach getaner Arbeit fährt 482 048 Lz von Hof Richtung Leipzig.
Abgepasst habe ich ihn auf der Elstertalbrücke:



Weiter geht's am 21.09.21.
Bevor das Tageshighlight aufkreuzte konnte ich nochmal ein Foto vom 650 072 machen.
Hier kurz vor Jocketa:



Das Tageshighlight in Form von 232 550 passierte mich wie ausgerechnet um 18.01 Uhr:



Am Tag darauf (22.09.21) durchquerte die alte Reichenbacherin nochmal das Vogtland.
Mit ein wenig Spielerei am Objektv gelang mir dieses Foto auf der Elstertalbrücke:



Weiter geht es mit dem 25.05.21.
Bevor es nach Glauchau ging, wartete ich noch kurz den Könitz Schrotti ab, der im Block hinter mir ankam.
Eigentlich wollte ich den alten Wasserturm aufs Foto haben, aber dann wäre es zu weitwinklig geworden und das gefiel mit nicht:



Nach dem Besuch im Bw Glauchau ging es noch nach Gospersgrün um auf die angekündigte LEG zu warten. Zusammen mit 4 weiteren Fotografen wurde gewartet.
Zuerst kam 193 204 "W.A. Mozart" mit einem Containerzug um die Kurve:



Während sich die LEG mit kleinen Schritten näherte, zog eine etwas größere Wolke vor die Sonne.
Gerade als 232 068 und 232 673 mit dem Kesselzug um die Ecke kam, lichtete sich die Wolke ein wenig:



Im Block darauf folgte die angemietete 187 303 mit der kalten 193 821 und einen weiteren Containerzug:



Am Abend des selben Tages, kündigte sich noch die Retour der EBS- Sonderfahrt an. Kurz bevor dieser aufkreuzte kam noch 193 821 mit einem Hackschnitzelzug unerwartet um die Ecke:



Am Bundestagswahl (26.09.21) kündigte sich die 2. altrote Bahnbau V300 an.
Mit einem ebenfalls kurzen Bauzug rollt 232 223 von der Elstertalbrücke herunter:



Nachdem am heutigen 27.09.21 die Berufsschule aus war und noch ein Einkauf getätigt wurde, ging es nochmal an die Strecke.
Neu im Lokpool der Pressnitztalbahn befindet sich 155 204. Bei der Press unter "155 059" laufend. Genau wie "155 026" ist diese in hellblau unterwegs.
Hier mit einem Kesselzug kurz vor Jocketa.
Leider zog auch hier kurz bevor der Zug kam eine Wolke vor die Sonne:



Währenddessen wurde auch auf die Netz 218 gewartet, die auf der PE umherirrte. Diese muss wohl aber Richtung Hof gefahren sein.
Mit freundlichen Grüßen,
Max

#3 StädteEx'se, Messzug und mehr - Sichtungen den letzten Wochen von schmiddl 12.10.2021 16:10

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Häng ich meine Bilders der letzten Wochen bis Sonntag 10.10.21 mal hier gleich mit ran. Zusehen auch bunt gemixt von Strom bis Dampf alles mal dabei.

Zeitlich beginnend mit einem Bild am 17.9 wo aus Wüstenbrand eine DB 218 sich mit einem Drehgestell auf dem Weg Richtung Süden machte. Die 218 117 in einen neuen Farbkleid der aber alten S-Bahnlackierung orange-weiß konnte bei Röttis aufgenommen werden. Ziel des Zuges war Stuttgart.



Wenige Tage Später besuchte ich mal wieder die Waldgerade zwischen Jößnitz und Plauen auch bekannt im Sommer als "Grüne Hölle". Auch hier jetzt zum letztem Sommertag macht die "Grüne Hölle" ihren Namen alle Ehre. Erst mals gelang es mir dabei auch die neue von LEG fahrende 159 228 bildlich festzuhalten. Diese Zog gemeinsam mit der 232 416 einen Kesselzug von Bitterfeld gen Süden.



Nahezu im Block folgte ein ein Sondercontainerzug der DB mit Cinacontainern. Gezogen wurde dieser von der 185 017 und erreicht in wenigen Augenblicken die Stadt Plauen. Bis auf einen rosa Container war der Zug komplett in einheitlichen blauen Chinacontainern.



Am 23.09.2021 machte sich ein Städteexpress von Weimar auf dem Weg über Leipzig - Gera - Gößnitz - Plauen nach Bad Brambach und zurück. Nach angaben zufolge schien es eine Abschiedsfahrt für jemanden gewesen zu sein. Ist jedoch egal aber in der Konstellation mit der EBS 132 334 war das für die Eisenbahnfans ein Blickfang. Zwar waren die Zeiten mitten in der Woche für die arbeitende Bevölkerung nur schwer machbar. Aber gut wenn man gerade in der Nachtschicht ist und somit am Tag auch noch ein wenig Zeit bleibt. AM 23.09 machte ich einen Ausflug an die Strecke Gera Ronneburg um dort eigentlich die Kohlezugumleiter noch einzufangen. Dort konnte ich bei der Einfahrt den Städteexpress auch schon einfangen. Städteexpress bei Gößnitz

Ich probierte diesen nochmal in heimischen gefilten zu erhaschen. Zeitlich natürlich nur noch auf der Rückfahrt machbar. Ich fuhr dabei gen Planschwitz an die Talsperre Pirk. Auch wenn das Herbstlaub noch nicht ganz so in voller Pracht erschien ist der DPE 74985 mit 132 344 an der Talsperre Pirk und den Städteexpresswagen ganz Passen für dieses Bild.



Erst am 07.10.2021 wurde bei besten Wetter sich wieder früh auf die Spur gemacht um ein paar Aufnahmen zu bekommen. Nach dem sich im Forum ein Messzug angekündigt hat wurden mehre Fotopunkte angepeilt. Zunächst der Mosenturm an der Talsperre Pöhl von dem man "noch" einen Blick auf die Elstertalbrücke werfen kann. Hier kam jedoch nicht der Messzug sondern der leere Hackschnitzelzug mit SETG 193 auf dem weg nach Hof und dort dann mit Diesel weiter nach Wiesau.



Aus Oberfranken erfolgten Meldungen es sei ein 628er aus Mühldorf zur Untersuchung/Reparatur nach Chemnitz unterwegs. Dieser sollte alsbald im Vogtland aufkreuzen. Gemeinsam mit Zugmeldestelle wechselten wir nach Limbach da auch der Messzug bald starten sollte und die Sonne hier noch schön auf das Gleis fällt. Zuvor machte sich der aus Mühldorf kommende 628er für ein Foto bereit. Es handelte sich hierbei um die Überführung des 628 553 nach Chemnitz.



Ein paar Minuten später folgte der Messzug nach Aue welcher von der 218 477 an unserem Standort vorbei gezogen wurde.



Am Samstag war ich wegen eines Klassentreffens in der alten Heimat, dabei wollte ich mir den in Greiz startenden Halloren-Express nicht entgehen lassen. Leider zog am frühen Morgen noch dichter Nebel auf der sich bis zu Ankunft des Zuges in Wünschendorf nicht besserte. Dennoch zeige ich das Bild welches am Stellwerk bei der Ausfahrt der 41 1144 in Richtung Gera am 09.10.21 entstand.



Besser gelang die Aufnahme der 41 1144 bei Abendsonnenlicht am Sonntag den 10.10. nach der Abfahrt von Plauen-Mitte. Dies ist bei der Rückfahrt des Elstertal-Expresses von Cheb nach Gera.



Dies soll es auch schon wieder gewesen sein von mir. Beste grüße an alle Getroffenen.

Achso hier noch ein Bild der Vergangenheit der Strecke Werdau-Weida bei bester Nebelstimmung das alte Fügelsignal und der Telegrafenmast bei der Einfahrt in den Bahnhof Wünschendorf.

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