Über Himmelfahrt verbrachte ich ein paar Tage in der Region um Česká Lípa jedoch auch die Labe zu Deutsch "Elbe" war mit eins meiner Ziele auf der Tour. Dabei wurde der nahezu verfallene Ort Liběchov besucht mit dem verlassenen Schloss und unweit vom Kohlekraftwerk Mělník auf der anderen Labe seite. Im Hintergrund wurde das böhmische Mittelgebirge bei Ústí nad Labem schon von Regenwolken heimgesucht.
von der anderen Flussseite in Dolní Beřkovice hat man einen Blick auf die Wehrstufe und der verfallenen Kapelle auf dem kleinen Weinberghang oberhalb Liběchov. Unten am Ufer dann die Bahnstrecke von Ústí nad Labem nach Mělník. Hier konnte am 28.05.2022 die IDS 121 084 mit einem Kesselzug aufgenommen werden.
etwas später gelang mir sogar noch das Glück, dass sich ein kleines Motorboot mit auf das Bild einbrachte. Dabei fuhr die 362 028 mit einem Innofreight container vorüber
Am selbigen Tag nach dem ich noch bei Lobeč die Brauerei mit Museum besichtigt hatte, stand ich Nachmittags an einem Bahnübergang kurz vor Mělník dort fuhr mir die 383 001 mit der Flagge als Werbung vorüber. Ich musste noch durch die gesamte Stadt sah aber den Kesselzug den die Lok am Haken hatte noch manchmal rechts auf der Strecke, musste wohl am Bahnhof kurz noch den Personenverkehr durchlassen. Aufgrund der Ampeln verzögerte sich meine normale Fahrt durch die Stadt. Kurz hinter Mělník in Richtung Liběchov blinkte gerade ein BÜ, ich hielt kurz an und siehe da der Vectron 383 001 mit dem Kesselzug kam gleich daher gefahren.
2 Tage zuvor, wollte ich zum Abend von der Unterkunft aus noch ein Abstecher an die Elbe/Labe nach Litoměřice machen. Als ich bei Křešice das Motiv mit der Kirche suchte kam langsam des Weges eine Überführung mit einer 749 und alten Lok und Wagenpark in Richtung Litoměřice gefahren. Ich nahm gleich die Verfolgung auf. Konnte sich alsbald überholen und hoffte sie noch zu erwischen. In Litoměřice dolni nad. wartete ich dann, Alle Signale für die Ausfahrt standen weiter auf Rot somit musste die Überführung hier wohl auch ein Halt einlegen. So war es auch. Die 749 146 mit 2 alten Dampfloks und mehreren historischen aber verrosteten Waggons hielt am Signal an. Mitgefahrenes Personal kontrollierten gleich die Räder der alten Dampfloks ob sie gar heiß laufen oder ähnliches.
Um welche Loks es sich dabei handelte weiß ich nicht leider sind keine Kennzeichnungen mehr dran gewesen. Im K Report, ein tschechisches Forum, wurde berichtet der Zug sei von Prag aus unterwegs ins Bahndepot nach Chomutov. So musste es ja auch noch weitergehen ich suchte am Deblík unterhalb des bekannten Steinbruchs bei Libochovany noch eine mir bekannte Stelle auf. Zunächst jedoch aber verschwand die Sonne immer wieder hinter den Wolken bzw. wenn sie da war wurden die Schatten auf der Strecke nahe der Labe immer länger. Meist wie ich da schon mehrmals mit bekam fuhren Güterzüge nach dem Rychlik so auch am Donnerstag den 26.05.2022. Die kam plötzlich wieder hervor doch auch der Zug war schon fast da ich rannte noch weiter vor um mehr Licht auf die Gleise zu erhaschen. Doch schaffte es nicht bis ganz vorne mehr. So blieb die Überführung dann in einem Lichtschattenspiel.
Ich wollte natürlich die Sonne nochmal ausnutzen vielleicht bleiben noch 10min dann ist sie eh hinter dem Berg dann verschwunden. Also ging ich noch bis vor in die Kurve. Es dauerte nicht lange rauschte es aus Richtung Libochovany, es musste was langes sein. Ich traute meinen Augen kaum kam doch wirklich die silber blaue 121 065 der IDS mit dabei die 121 077 mit einem Getreidezug gen Ústí nad Labem. Das Licht genau noch passend auf den Zug und keine 2 Minuten später war es wieder Duster. Glücklich und zufrieden fuhr ich dann wieder zurück in die Unterkunft.
Am Tage meiner Rückreise gen Heimat wollte ich unbedingt mal noch bei Litoměřice auf den "Hausberg" genauer den Radobýl der mit 399m Höhe sich deutlich über dem Elb/Labetal hervor hebt und die Städte Litoměřice von Mělník hergesehen rechts und Lovosice links der Labe ihm zu Füßen liegen. Erst war es leider Wolkig und Schatten zogen sich über die Ebene doch dann kam nach etwas Wartezeit (1h) doch nochmal die Sonne hervor brachte das böhmische Mittelgebirge mit seinen Vulkankegeln ins besondere den Milešovka und Lovoš gut zur Geltung und unten schlängelt sich die Labe durch die "Porta Bohemica" eine Engstelle der Labe im böhmischen Mittelgebirge, wo die Labe vor tausenden von Jahren sich einen Weg durch bahnen konnte.
Weiter links dann ein Blick auf die Ebene mit dem Hügel Hazmburk auf dem sich eine Burg befindet und vor allem auf die Raffinerie in Lovosice das nochmal im tollem Abendlicht. Ganz vorne sieht man die steile Abbruch kannte des Radobýls, welche durch das Gestein und Klima (hier war auch wirklich starker Wind) seltene Pflanzen an den Trockenrasenterrassen ansiedeln lässt die es sonst in Steppen Südosteuropas wachsen.
Als ich den Berg dann verließ begann es kurz zur Regnen aber kurz drauf zeigten sich nochmal mit letztem wirklich unvorstellbaren Farben ein paar Sonnenstrahlen die den Himmel mit den noch restlichen Regentropfen wie Feuer aussehen ließen. Ich Stoppte am Bahnhof Velké Žernoseky. Es sollte doch noch möglich sein das ein Zug kommt. Grün zeigte es in Richtung Litoměřice und dann kam zu meinem Glück ein Mischer mit der 388 003 vor dem brennenden Himmel gefahren. So recht wusste ich nicht wie ich ob man überhaupt noch was vom Zug erkennen kann. Da bei dem noch recht grellen Gegenlicht oberhalb der Labehänge, der Zug sich doch nahezu noch im Finsteren befand.
Hier das Resultat.
Dies solls von der Labe am böhmischem Mittelgebirge vorerst gewesen sein. Finde die Region ist wirklich eine Reise wert. Dabei muss es noch nicht einmal die Eisenbahn sein, die zwar links und Recht der Labe da auch reichlich fährt.